32. Eidgenössisches Jodlerfest Basel

Freitag: Ankommen

Um 14 Uhr wurde das 32. Eidgenössische Jodlerfest auf dem Petersplatz feierlich eröffnet. Gegen Abend sind die meisten Sänger von unserem Jodlerklub Männertreu Suisse in Basel eingetroffen und haben sich auf Entdeckungsreise gemacht in Basel. Ein Jodlerfest in einer Grossstadt ist ein seltenes Ereignis. Da muss man sich zuerst einmal zurechtfinden. Aber es war nicht schwierig, alles war bestens beschrieben und markiert. Man traf sich im Jodlerdorf, am Jodlerberg oder auf der Jodlermeile. Die Hitze war natürlich das grosse Thema. Soll man denn überhaupt schon die Tracht anziehen? Einige haben sich dafür entschieden, die meisten blieben bei kurzen Hosen und T-Shirt. Es war ein stimmungsvoller Auftakt zum Jodlerfest.

 

Samstag: Performen

Der grosse Tag. Wir haben uns am Vormittag zu Kaffee und Gipfeli getroffen und uns eingestimmt auf den bevorstehenden Auftritt. Um 13 Uhr war das Einsingen im Einsinglokal, wir waren alle bachnass, es war dermassen heiss.  Aber das hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan. Danach galt es bereits ernst. Um 14:10 Uhr hatten wir unseren Auftritt in der Leonhardskirche vor 500 Leuten. Bevor wir die Bühne betraten hat uns die Ansagerin gefragt, ob und was sie über uns sagen soll. Wir haben ihr dann in wenigen Worten über unseren Jodlerklub berichtet. Die Worte, die sie dann für die Ansage gefunden hat, waren sehr berührend. Es gab bereits einen grossen Applaus vom Publikum. „I ha si gfrogt, was söll ich über euch säge, denn hend sie gseid, i söll säge, sie siged de erschti Jodlerklub mit alles schwule Männer“.

Der Vortrag ist uns gut gelungen und die Freude darüber war riesig. Danach konnten wir das Fest ausgiebig geniessen. Am Abend haben wir uns nochmals alle getroffen und noch ein paar Lieder zum Besten gegeben.

 

Sonntag: Jubeln

Am Sonntagvormittag haben wir uns wiederum getroffen. Wir wollten gemeinsam die „Klassierungsliste“ abwarten. Diese wird jeweils nach dem Festakt verkauft. Es braucht etwas Geduld. Doch plötzlich hörten wir da und dort Freudenschreie, somit wussten wir, die Listen sind jetzt da. Wir haben dann Stefan losgeschickt, um eine Liste zu kaufen. Als er jubelnd zu uns zurück kam wussten wir, wir hatten es geschafft. Wir haben ein 1 (= sehr gut). Die Freude darüber war grenzenlos. Eine Belohnung für den Einsatz jedes einzelnen. Eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und dass wir Jodelgesang auf einem hohen Niveau pflegen. Die meisten zogen dann von dannen, der „harte Kern“ hat das freudige Resultat mit viel Weisswein begossen. Gemeinsam haben wir den Tag ausklingen lassen. Wir schauen alle mit vielen schönen Erinnerungen zurück auf das 32. Eidgenössische Jodlerfest in Basel.

 
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Man muss nicht schwul sein, um bei uns mitzusingen